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Trennkostgerichte – lecker und gesund

Was ist Trennkost - und was ist der Sinn dahinter?

Trennkost ist einer der beliebtesten Trends in der heutigen Ernährung, und das zu Recht. Wie der Name bereits andeutet, versteht man unter Trennkost die strikte Trennung von Kohlenhydraten und Eiweißen bei jeder Mahlzeit. Obwohl der häufigste Grund für die Anwendung von Trennkost wohl das Abnehmen ist, wäre es falsch, Trennkost als Diät zu bezeichnen. Denn bei einer Diät geht es vor allem darum, das Essverhalten einschränkend zu regulieren, bei der Trennkost allerdings nicht. Hier darf gegessen werden, was immer man möchte, einzig unter der Bedingung, dass die Trennung von Kohlenhydraten und Proteinen konsequent eingehalten wird.

Folgerichtig muss Trennkost also als Ernährungsumstellung bezeichnet werden. Wird die Trennkost auch von vielen Menschen praktiziert, die gar keine Veränderung ihres Gewichts anstreben, da die Trennkost an sich schon zur Verbesserung des Stoffwechsels und damit zu höherer Lebensqualität führt. Der Grund dafür liegt vor allem darin, dass das Gegessene vom Körper viel besser verarbeitet werden kann. Daraus resultiert zugleich auch das wegfallen von unangenehmen Dingen wie Sodbrennen, Völlegefühl, Aufstoßen oder Blähungen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Trennkost Auswirkungen auf alle Lebensbereiche hat, da Anwender von Trennkost ein höheres Maß an Vitalität und Gesundheit erreichen.

Ist die Entscheidung pro Trennkost einmal gefallen, sollten einige Dinge noch einmal ins Gedächtnis gerufen werden. Trennkost ist kein kurzfristig anwendbares Wundermittel, sondern eine langfristige Veränderung des Lebenswandels. Da die Ernährungsumstellung Einfluss auf den ganzen Körper nimmt, sind viele Veränderungen nicht von heute auf morgen sichtbar oder spürbar. Speziell beim Abnehmen verläuft die Kurve alles andere als linear: selbst bei striktester Einhaltung der Trennkost Vergehen oft Wochen oder Monate, bis die ersten Pfunde dahinschmelzen. Ist dieser Punkt jedoch einmal erreicht, kann man das Gewicht beinahe täglich fallen sehen. Eine erfolgreiche Anwendung von Trennkost setzt auch eine konsequente Auseinandersetzung mit den verschiedenen Arten von Lebensmitteln voraus. Doch mit der Zeit kommt die Erfahrung, durch die immer besser abschätzbar wird, an welchen Tagen welche Gerichte wirklich Sinn machen. Denn die Funktionsweisen der einzelnen Lebensmitteltypen spielen eine wichtige Rolle. Gerade für Sportler oder andere Menschen, die häufig hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind, ist dieses Wissen um so wichtiger. So ist beispielsweise den ambitionierten Fußballer nicht anzuraten, in den Tagen vor einem wichtigen Spiel keinerlei Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, da diese wichtige Lieferanten für Kraft sind.

Ein Blick auf die beliebtesten wichtigsten Bestandteile der Trennkost ist dabei stets hilfreich. Um zu verstehen, warum Trennkost überhaupt funktioniert, ist dieser genauere Blick ohnehin unerlässlich.

Die Lebensmittel-Basics: das Unterscheiden von Kohlenhydraten und Proteinen

Am Anfang aller Trennkost steht eine grobe Unterteilung in Kohlenhydrate sowie Proteine bzw. Eiweiße. Beginnend bei den Kohlenhydraten wird schnell ersichtlich, das Nudeln, Kartoffeln und Reis die wohl verbreitetsten Stützpfeiler sind. Dies gilt natürlich vor allem für warme Speisen. Für das Frühstück kommt noch das Brot in all seinen Variationen hinzu. Kohlenhydrate gelten im Allgemeinen als Kraftstofflieferanten für den Körper. Auf sie zu verzichten, käme einer Schwächung des gesamten Organismus gleich.

Demgegenüber stehen die Proteine und Eiweiße, die nicht weniger wichtig sind. Für den Laien gehören zunächst alle Fleischprodukte und Milch zu den Proteinen. Auch Fisch und viele Arten von Obst und Gemüse gehören dazu. Um Trennkost möglich korrekt anzuwenden, wird die Unterteilung um eine dritte Gruppe erweitert. Diese Gruppe ist bezüglich der Bestandteile deutlich näher an den Protein als einen Kohlenhydraten, hat jedoch aufgrund vieler kleiner Details eine eigene Sparte verdient. Diese dritte Gruppe wird gemeinhin als "neutral" bezeichnet. In ihr findet sich u.a. Rohkost, Käse über 60 Prozent und Eigelb. Auch Milchprodukte finden hier ihren Platz, während Milch selbst bei den Proteinen zu finden ist.

Diese Aufteilung in drei Gruppen ist bereits die halbe Miete. Der Trick besteht nämlich darin, die Produkte benachbarter Gruppen beliebig kombinieren zu können, solange die beiden Randgruppen, also Proteine und Kohlenhydrate, nicht kombiniert werden.

Der Grund, warum Trennkost überhaupt funktioniert, ist biochemischer Natur, den Trennkost bedeutet im Prinzip nichts anderes als eine Optimierung der Verdauung. Da Kohlenhydrate bereits im Mund verarbeitet werden, werden Proteine erst in der Magensäure in ihre Einzelteile zerlegt. Bei herkömmlichen Essgewohnheiten bedeutet dies also, dass der Körper während der Verdauung an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen hat. Bei Trennkost ist dies anders. Dies führt dazu, dass die Verdauung bei Einhaltung der Trennkost auch wesentlich schneller beendet ist.

Das Gelernte anwenden: Beispiele beliebter Kombinationen

Vielen Neulingen fällt es anfangs schwer, beinahe alle altbekannten Rezepte und Kombinationen komplett aus dem Gedächtnis zu streichen. So ist z.B. für viele das saftige Steak ohne Kartoffeln undenkbar, genau wie das Weglassen von beliebte Rezepten wie Spagetti Bolognese. Doch durch die Fülle an Lebensmitteln ist es gar nicht so schwer, Ersatz zu finden. So kann das erwähnte Steak in der Zukunft einfach mit Rosenkohl kombiniert werden; auch die altbekannte Bratensoße ist weiterhin willkommen.

Auch beim Gulasch, das vorher immer in Kombination mit Reis oder Kartoffeln gegessen wurde, bietet sich der Rosenkohl förmlich an.

Etwas schwieriger kann es freilich beim Frühstück werden. Da Brot ohne alles wohl kaum als dauerhafte Lösung bezeichnet werden kann, neigen viele Menschen dazu, es komplett aus dem Plan zu streichen. Dies wiederum führt allerdings dazu, dass auch Dinge wie Scheibenkäse, Schinken oder Salami überflüssig werden. Eine ebenso gesunde wie leckere Alternative dazu sind Joghurts, Früchte mit Quark, Müsli mit Milch oder einfach ein saftiges Omelette.

Um bei all diesen Möglichkeiten nicht den Überblick zu verlieren, finden sich allerorts Trennkost-Tabellen, viele davon im Handtaschen-oder Geldbeutel Format, die eine ganze Reihe der wichtigsten Lebensmittel beinhalten.